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Kostenloses CRM: zuerst das Modell vergleichen

Ein dauerhaft kostenloser Cloud-Tarif, ein selbst betriebenes Open-Source-System und eine zeitlich begrenzte Testphase lösen unterschiedliche Aufgaben. Dieser Leitfaden hilft bei der Auswahl ohne veraltete Screenshots oder starre Preistabellen.

Benjamin WagnerBenjamin Wagnervon Benjamin Wagner
Kostenloses CRMCRM FreewareCRM Vergleich

Kostenlose CRM-Software bezeichnet meist eines von drei Modellen: einen dauerhaft nutzbaren, aber begrenzten Cloud-Tarif, frei verfügbaren Quellcode für den eigenen Betrieb oder eine zeitlich begrenzte Testphase eines kostenpflichtigen Produkts. Entscheidend sind Nutzer, Datensätze, Workflow-Grenzen, Datenübernahme, Support und Betriebsverantwortung.

Die kurze Antwort

Dauerhaft kostenloser Cloud-Tarif

Geeignet, wenn ein kleines Team schnell ein gehostetes CRM benötigt und mit den aktuellen Nutzer-, Datensatz-, Automatisierungs- und Supportgrenzen arbeiten kann.

Open-Source-Self-Hosting

Geeignet, wenn Sie Anwendung, Datenbank, Updates, Backups und Sicherheit selbst betreiben können. Eine kostenlose Lizenz macht den Betrieb nicht kostenlos.

Kostenlose Testphase

Geeignet, um einen kostenpflichtigen Tarif mit einem repräsentativen Ablauf zu prüfen. Eine Testphase ist kein dauerhaft kostenloser Tarif.

Was Sie prüfen sollten

Prüfen Sie am Entscheidungstag die offizielle Tarif- und Limitseite. Tarife, KI-Kontingente und Integrationen ändern sich.

Team

Nutzer und Berechtigungen

Daten

Datensätze, Dateien, Import und Export

Workflow

Pipelines, Aufgaben und Automatisierung

Betrieb

Hosting, Backups, Updates und Support

Ausstieg

Exportweg und Migrationsaufwand

Drei Modelle für kostenlose CRM-Software

ModellWas kostenlos istWas weiterhin kostetTypischer Einstieg
Dauerhafter Cloud-TarifEin gehostetes Konto innerhalb veröffentlichter GrenzenHöhere Tarife, Add-ons, zusätzliche Kapazität und spätere MigrationEinzelpersonen und sehr kleine Teams
Open-Source-Self-HostingZugriff auf Quellcode nach LizenzbedingungenInfrastruktur, Einrichtung, Wartung, Sicherheit, Backups und SupportTechnische Teams mit Kontrollbedarf
TestphaseZeitlich begrenzter Zugriff auf ein BezahlproduktDas Abonnement nach der TestphaseTeams, die einen echten Workflow vor dem Kauf prüfen

Ein kostenloser Tarif kann sinnvoll sein. Er kann aber teuer werden, wenn sich erst später zeigt, dass Datenexport, Berechtigungen, Automatisierung oder der entscheidende Kommunikationskanal fehlen.

Aktuelle Auswahl aus offiziellen Anbieterquellen

Die folgenden Optionen sind ein Ausgangspunkt, keine allgemeingültige Rangliste. Die Links führen direkt zum Anbieter, damit Sie den Tarif vor der Anmeldung prüfen können.

HubSpot Free CRM

Die offizielle Free-CRM-Seite von HubSpot beschreibt ein kostenloses Konto ohne Ablaufdatum. Auf der Tarifseite finden Sie die jeweils aktuellen Nutzer-, Kontakt- und Funktionsgrenzen. HubSpot ist relevant, wenn Sie ein gehostetes CRM suchen und später weitere HubSpot-Produkte ergänzen möchten.

Prüfen Sie, welche Werkzeuge nur als reduzierte Variante enthalten sind, wo HubSpot-Branding erscheint und welcher erste Bezahl-Tarif Ihren Workflow abdecken würde.

Zoho CRM Free Edition

Die offizielle kostenlose CRM-Seite von Zoho richtet sich an kleine Vertriebsteams und nennt aktuelle Nutzer-, Datensatz-, Workflow-, Speicher- und Integrationsgrenzen. Zoho ist besonders prüfenswert, wenn Ihr Team bereits im Zoho-Ökosystem arbeitet.

Prüfen Sie den konkreten Automatisierungs-, E-Mail-, Reporting- und Integrationsweg, statt sämtliche Zoho-Funktionen dem kostenlosen Tarif zuzurechnen.

Bitrix24 Free

Die Bitrix24-Tarifseite führt einen dauerhaft kostenlosen Tarif neben pauschal bepreisten Bezahl-Tarifen. Das Produkt verbindet CRM mit weiteren Kollaborations- und Arbeitsfunktionen.

Prüfen Sie die aktuellen Nutzerregeln, Speicher, Pipelines, E-Mail, Telefonie, Automatisierung und App-Grenzen. Der große Umfang macht einen repräsentativen Workflow-Test besonders wichtig.

Brevo Free

Der aktuelle Brevo-Tarifleitfaden beschreibt einen kostenlosen Tarif mit Vertriebswerkzeugen sowie Marketing- und Nachrichtenlimits. Brevo ist relevant, wenn E-Mail-Kampagnen und eine einfache Vertriebspipeline in einer Plattform liegen sollen.

Prüfen Sie Nutzer, offene Deals, Pipelines, verbundenes Postfach und Kalender, Automatisierung sowie die Grenze zu kostenpflichtigen Sales-Paketen.

CentralStationCRM Starter

Die Tarifseite von CentralStationCRM veröffentlicht einen kostenlosen Starter-Tarif und dessen aktuelle Nutzer-, Kontakt- und Speichergrenzen. Das Angebot ist besonders für deutschsprachige Teams interessant, die bewusst ein einfaches gehostetes CRM suchen.

Prüfen Sie, ob Grenzen und optionale Erweiterungen nicht nur heute, sondern auch in zwölf Monaten passen.

SuiteCRM und andere Open-Source-Optionen

SuiteCRM veröffentlicht ein Open-Source-CRM, das Sie selbst betreiben können. Der offene Quellcode verändert das Kostenmodell, beseitigt aber nicht Hosting, Sicherheit, Updates, Backups, Integrationen oder Support.

Für jede Self-Hosted-Option gilt: Prüfen Sie Lizenz, Release-Zyklus, Deployment-Dokumentation, Update-Pfad, Sicherheitsprozess und die konkrete Edition.

Testphase statt dauerhaft kostenlosem Tarif

Einige Produkte bieten eine Testphase statt eines permanent kostenlosen CRM. Die aktuelle Freshsales-Tarifseite zeigt beispielsweise Bezahl-Tarife mit Testmöglichkeit. Das kann für die Evaluation nützlich sein, gehört aber in eine andere Kategorie.

Kostenloses CRM an einem Nachmittag prüfen

  1. Einen repräsentativen Ablauf festlegen

    Nutzen Sie ein echtes, aber nicht sensibles Beispiel: Organisation und Kontakt anlegen, Deal öffnen, Aufgabe zuweisen, Phase ändern und Historie wiederfinden.

  2. Harte Grenzen notieren

    Erfassen Sie Nutzer, Datensätze, Felder, Pipelines, Rechte, Automatisierung, Dateien, E-Mail, API, Support, Import und Export von der offiziellen Seite.

  3. Den Ausstieg vor dem Einstieg testen

    Klären Sie den Export von Datensätzen und Anhängen. Ein kostenloser Start verliert an Wert, wenn ein späterer Wechsel manuelle Rekonstruktion erfordert.

  4. Das erste realistische Upgrade kalkulieren

    Modellieren Sie den Tarif nach dem nächsten Teammitglied, der nächsten Pipeline, Automatisierung oder dem nächsten Kanal, nicht nur die Nullpreiszeile.

  5. Betriebsverantwortung zuweisen

    Beim Self-Hosting braucht es klare Verantwortung für Deployment, Updates, Backups, Monitoring, Sicherheitsreaktion und Wiederherstellung.

Wo Customermates einzuordnen ist

Customermates besitzt einen AGPL-lizenzierten Community-Core für Self-Hosting und ein separates Managed-Cloud-Produkt ab 12 € pro Nutzer und Monat. Das sind unterschiedliche Betriebsmodelle.

  • Beim Self-Hosting erhalten Sie den Community-Core nach Lizenzbedingungen, betreiben den Stack selbst und erhalten den Funktionsumfang von Starter.
  • In der Managed Cloud betreibt Customermates Anwendung und Datenbankdienst. Unterstützte Kanäle des einheitlichen Posteingangs sind Cloud-Funktionen ab Pro.
  • MCP stellt unterstützte CRM-Werkzeuge für kompatible externe KI-Clients bereit. Client und Modellanbieter bleiben separat.
  • Der gehostete Mate ist eine Cloud-Funktion mit Tarifkontingenten und umgebungsabhängiger Verfügbarkeit; er gehört nicht zur Self-Hosted-Version.
  • n8n ist ein separates Produkt, das Sie betreiben oder abonnieren. Customermates bündelt n8n nicht, sondern veröffentlicht offene Schnittstellen und einen Community-Node.
  • Import und Export laufen über Excel-Dateien (.xlsx), jeweils für einen Datensatztyp, im Rahmen Ihrer Berechtigungen und mit Zeilenlimit. CSV, ein Export des gesamten Kontos und die Übernahme von Anhängen gehören nicht dazu. Planen Sie die Migration deshalb ausdrücklich ein.
Produkt kennenlernenÖffentliche, vorbefüllte Demo der gehosteten Customermates-Version mit synthetischen Beispieldaten. Es werden weder ein Kundenkonto noch Kundendaten angezeigt. Ist Mate in dieser Demo aktiviert, bleibt das Mate-Fenster anfangs geschlossen. Die Demo zeigt die Oberfläche der verwalteten Cloud, keine selbst gehostete Installation.Probieren Sie diese drei Schritte1Verschaffen Sie sich einen Überblick2Öffnen Sie einen CRM-Datensatz3Prüfen Sie den Aufbau des Workspaces

Entscheidungsliste

Wählen Sie einen dauerhaft kostenlosen Cloud-Tarif, wenn:

  • die aktuellen Grenzen die nächsten zwölf Monate abdecken;
  • der benötigte Workflow ohne kostenpflichtiges Add-on funktioniert;
  • Rechte und Support zu Ihrem Risiko passen;
  • Export und Migration akzeptabel sind.

Wählen Sie Open-Source-Self-Hosting, wenn:

  • Kontrolle über Betrieb und Quellcode wichtig ist;
  • jemand Betrieb und Sicherheit verantwortet;
  • Infrastruktur und Wartung budgetiert sind;
  • die konkrete Edition den benötigten CRM-Workflow abbildet.

Wählen Sie Bezahl-Tarif oder Testphase, wenn die fehlende Funktion (Berechtigungen, Automatisierung, Support, Datenübernahme oder Kundenkanal) mehr Aufwand verursacht als das Abonnement.

Häufige Fragen

Gibt es ein wirklich kostenloses CRM?

Ja. Einige Anbieter veröffentlichen dauerhafte kostenlose Cloud-Tarife; Open-Source-Projekte stellen Code für den eigenen Betrieb bereit. Beide Modelle haben unterschiedliche Grenzen und Kosten.

Ist Open-Source-CRM kostenlos?

Die Software kann je nach Lizenz ohne Lizenzgebühr verfügbar sein. Hosting, Einrichtung, Updates, Backups, Sicherheit, Integrationen und Support kosten weiterhin Zeit oder Geld.

Welches kostenlose CRM passt zu einem kleinen Team?

Geeignet ist das System, dessen aktuelle Grenzen Ihren repräsentativen Workflow abdecken und dessen erstes Upgrade akzeptabel bleibt. Prüfen Sie Nutzer, Datensätze, Rechte, Automatisierung, Import/Export und Support.

Bietet Customermates einen kostenlosen Cloud-Tarif?

Diese Seite behauptet keinen dauerhaft kostenlosen Cloud-Tarif. Customermates bietet einen selbst hostbaren AGPL-Community-Core und kostenpflichtige Managed-Cloud-Tarife mit Testphase. Die aktuellen Konditionen stehen auf der Preisseite.

Reicht zunächst eine Tabelle?

Für eine Person und sehr wenige Kontakte kann eine Tabelle genügen. Ein CRM wird nützlich, sobald Beziehungen, Deal-Phasen, Zuständigkeit, Aufgaben und Aktivitätshistorie verbunden bleiben müssen. Mehr dazu im Spreadsheet-CRM-Leitfaden.

Nächster Schritt

Wählen Sie zwei Modelle, übertragen Sie deren aktuelle Grenzen in eine Entscheidungsliste und testen Sie denselben Workflow. Für eigenen Betrieb lesen Sie den Open-Source-CRM-Leitfaden und die Self-Hosting-Grenzen. Für Managed Cloud vergleichen Sie Cloud CRM und Preise.

Customermates

Kundenarbeit in einem klaren System bündeln

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